Peptid-Lexikon

Stoffwechsel

Retatrutid

Tri-Agonist an GLP-1-, GIP- und Glukagon-Rezeptoren.

Was ist das Peptid?

Retatrutid ist ein synthetisches Peptid, das gleichzeitig an drei Inkretin- und Stoffwechselrezeptoren wirkt: GLP-1, GIP und Glukagon. Es wird in klinischen Studien im Bereich Adipositas und metabolischer Erkrankungen untersucht.

Wie funktioniert es?

Über die parallele Aktivierung mehrerer Rezeptoren beeinflusst Retatrutid Insulinausschüttung, Sättigungsgefühl, Magenentleerung und Energieumsatz. Der Glukagon-Anteil unterscheidet es von rein GLP-1-basierten Wirkstoffen.

Aktueller Forschungsstand

Aktuelle Phase-II-Studien untersuchen Gewichtsreduktion, Blutzuckerregulation und Auswirkungen auf die Leber. Erste Publikationen deuten auf ausgeprägte metabolische Effekte hin, allerdings mit noch offenen Fragen zur Langzeitsicherheit.

Ausgewählte Studien
  • Jastreboff et al. (NEJM, 2023) – Phase-II-Studie zu Retatrutid bei Adipositas.
  • Rosenstock et al. (Lancet, 2023) – Effekte bei Typ-2-Diabetes.
Risiken und offene Fragen

Häufig berichtet werden gastrointestinale Nebenwirkungen. Langzeitdaten fehlen. Retatrutid ist in Europa und den USA noch nicht zugelassen.

Häufig gestellte Fragen
Ist Retatrutid zugelassen?+

Nein, Retatrutid befindet sich in klinischer Prüfung und ist derzeit nicht als Arzneimittel zugelassen.

Wie unterscheidet es sich von Semaglutid?+

Semaglutid wirkt nur an GLP-1, Retatrutid zusätzlich an GIP und Glukagon.

Quellen

Wissenschaftlicher Hinweis

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